Newa-Lima

NEWA2 bewertet MAR-Pilotstandorte in Lima

INEWA2 bewertet Standorte für Pilotanlagen MAR und solarbasierte Membrantechnologien in Lima.
Im Rahmen der Peru-Reise im Oktober 2025 hat das NEWA2-Team gemeinsam mit Fachkräften des Wasserunternehmens SEDAPAL mehrere potenzielle Standorte für die im Projekt geplante Pilotanlage zu Managed Aquifer Recharge (MAR) besichtigt. Ziel der Vor-Ort-Begehungen war es, geeignete Bedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung der Technologien zur Grundwasseranreicherung zu identifizieren.

Für die Auswahl eines geeigneten Standorts sind verschiedene technische, hydrogeologische und infrastrukturelle Kriterien entscheidend (vgl. NEWA-LIMA Bericht 2025, S. 38). Dazu gehören unter anderem:

  1. Ausreichende Qualität des Kläranlagenablaufs zur Nutzung als Infiltrationswasser
  2. Verfügbarkeit geeigneter Flächen für den Bau der Infiltrationsbecken, einschließlich Sicherheitsaspekten wie Schutz vor Diebstahl und Vandalismus
  3. Vorhandensein eines Aquifers sowie ein geeigneter geologischer Untergrund für eine effiziente Infiltration
  4. Existenz oder Realisierbarkeit von Entnahmestellen für Grundwasser bzw. Exfiltrat
  5. Gesicherte Genehmigungslage, vorzugsweise Standorte auf SEDAPAL-eigenen Flächen

Während der Projektreise wurden verschiedene Kläranlagen im Süden Limas besichtigt. Ergänzend führte das Team Analysen des Abwassers aus den Kläranlagen sowie Probenahmen des Grundwassers durch, um die hydrochemischen Voraussetzungen zu prüfen.

Kläranlage im Süden Limas. © Christian D. León

Im Anschluss an die Standortbegehungen arbeitet NEWA2 gemeinsam mit SEDAPAL daran, die notwendigen behördlichen Genehmigungen zu sichern und geoelektrische Untersuchungen durchzuführen. Diese Arbeiten sind entscheidend, um die technisch und hydrogeologisch geeignetsten Standorte für die MAR-Pilotanlage festzulegen. Zudem ist vorgesehen, an diesem Standort auch die Pilotanlage zur Demonstration einer solarbetriebenen Membrantechnologie für die Abwasserbehandlung zu errichten, sodass beide Ansätze komplementär getestet und weiterentwickelt werden können.

Titelbild: Besichtigung potenzieller Standorte mit Fachkräften von SEDAPAL. © Christian D. León

Verfasst von Christian D. León & Alicia Minaya